"Ein wahrere Schatz"
Bekannte Fahrzeug-Modelle, aber auch skurrile Sammlerstücke

 

Schlangen (Kar). Jürgen Reuter und Jochen Penke, ein weiteres Mitglied im Museumsverein, haben inzwischen vier der mehr als 20 Kartons aus dem  Nachlass von Gernot Riediger geöffnet und teilweise gesichtet. „Das ist ein riesiger wahrer Schatz, der uns hier überlassen worden ist“, gibt sich Reuter in einer ersten Reaktion überzeugt. 

Bekannte Fahrzeug-Modelle sind darunter wie der T1 von Volkswagen, ein Transportfahrzeug aus den 1950er Jahren, der „Binz-Benz“ von Mercedes oder der legendäre Opel-Blitz.


Große Freude beim Rot-Kreuz-Museum: Nora Riediger hat der Einrichtung die 2000 Mini-Rettungsfahrzeuge ihres 2015 verstorbenen Vaters Gernot gespendet.

Was den Nachlass aber so eindrucksvoll einmalig macht, ist die breite Palette höchst unterschiedlicher Sammlerstücke. „Einige der Modellautos sind vor dem zweiten Weltkrieg gefertigt worden“, weiß Reuter zu berichten. Viele weitere seien als besondere Raritäten einzustufen, weil sie das Rettungswesen anderer Länder (zum Beispiel der ehemaligen DDR, Österreich  oder den Niederlanden) anschaulich dokumentieren.

Aber das ist noch nicht alles: Bei ihrer ersten Entdeckungsreise haben Reuter und Penke auch eine Anzahl von Katalogen und seltener Fachliteratur in den Kisten gefunden.

Auch das eine oder andere skurrile Sammlerstück kam schon zum Vorschein, zum Beispiel ein flacher Krankenwagen als Armbanduhr, der beim Verschieben die Uhrzeit mit Signalhorn ansagt.

„Wir sind gespannt, was uns noch alles in diesen Kisten erwartet. Aber dass wir als eines von 15 Rotkreuz-Museen bundesweit diese wertvolle Sammlung in unserer Obhut nehmen dürfen, macht uns schon ein wenig stolz“, meint Reuter abschließend.


Quelle:

Schlänger Zeitung
Schlangen
vom 19. 04. 2016
Foto: Klaus Karenfeld