DRK-Landesversammlung in Unna
DRK fordert, bewährte Strukturen im Rettungsdienst bei Novellierung des Landesrettungsgesetzes zu berücksichtigen

 

Bei der diesjährigen Landesversammlung des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe am Samstag, 26.11.2011 in Unna griff der Präsident des DRK-Landesverbandes, Dr. Jörg Twenhöven die anstehende Novellierung des Landesrettungs-gesetzes auf: „Die bestehenden Strukturen im komplexen Hilfeleistungssystem in NRW haben sich bewährt und sind zukunftstauglich“, so Twenhöven. Dies müsse bei der Novellierung des Landesrettungsgesetzes berücksichtigt werden. Stolz mache ihn, dass der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe den internationalen „IFCR Volunteering Development Award 2011“ gewonnen habe. „Am letzten Donnerstag erfolgte die Preisverleihung bei der Generalversammlung der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Genf und das Deutsche Rote Kreuz, vertreten durch DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, konnte den Siegerpreis in der Kategorie IT-Entwicklung zur Mobilisierung und Verwaltung des Ehrenamtes entgegennehmen. Das Projekt ZMS (Zentrales Managementsystem für Aktivenverwaltung und Einsatzdienste) aus unserem Landesverband Westfalen-Lippe konnte sich gegen 32 Nominierungen aus 28 Ländern durchsetzen.“

Eine positive Bilanz zog der hauptamtliche Vorstand des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Ludger Jutkeit, in seinem Tätigkeitsbericht, betonte aber auch anstehende Herausforderun-gen: „Wir sind gut aufgestellt und bringen uns in die innerverbandlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen ein“, sagte Jutkeit. Ein zentrales Thema der Zukunft werde die Mitgliedergewinnung sein.

Das Potenzial der weltweit bekannten „Marke Rotes Kreuz“ angemessen zu nutzen, darum ging es im Hauptreferat der Veranstaltung, das Bernd Schmitz, Vorstand im DRK-Generalsekretariat (Berlin), gehalten hat. „Es gilt unser Profil zu schärfen und stärker zu verdeutlichen, was das Rote Kreuz im Innern ausmacht, was es so besonders macht“, so Schmitz.

Außerdem standen bei der diesjährigen DRK-Landesversammlung u. a. Wahlen zum neunköpfigen ehrenamtlichen Präsidium des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe an.

In das Amt der Jugendrotkreuz-Landesleiterin im Präsidium wählten die Delegierten einstimmig Simone Wirsen aus Witten. Der Landesdelegiertentag des Jugendrotkreuzes (JRK) Westfalen-Lippe hatte Wirsen am 19. Juni 2011 in Wilnsdorf zur neuen JRK-Landesleiterin gewählt und sie damit der DRK-Landesversammlung zur Wahl in das Präsidium vorgeschlagen. Die 29-jährige Polizeibeamtin ist seit Juni 1991 JRK-Mitglied; von Juni 2009 bis Juni 2011 bekleidete sie das Amt der stellvertretenden JRK-Landesleiterin.


Das Präsidium der Landesversammlung


Blick in das Plenum


Museumsleiter Jürgen Reuter als Delegierter der Rotkreuzgeschichtlichen Sammlung


Nach der Versammlung: Museumsleiter Jürgen Reuter (re) im Gespräch mit Dr. Wolfgang Kuhr (li)


Zum wiederholten Mal in das Amt des Landesschatzmeisters wurde der Münsteraner Moritz Krawinkel - ebenfalls einstimmig - gewählt. Der 63-jährige Dipl. Kfm., ehemaliges Vorstandsmitglied des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes, war schon vor seinem Ruhestand im DRK ehrenamtlich aktiv: Seit Oktober 2001 engagiert er sich als Landesschatzmeister im Präsidium des DRK-Landesverbandes.

Zum stellvertretenden Landesarzt wurde Dr. Heinrich Völker-Feldmann aus Holtwick wiedergewählt. Der 56-jährige Mediziner ist seit Januar 1989 aktives Rotkreuz-Mitglied. Auch er erhielt den einstimmigen Zuspruch der Delegierten.

Die Landesversammlung ist das oberste Beschlussorgan des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, zu dem 38 Kreisverbände mit insgesamt rund 322.000 Mitgliedern gehören. Zur DRK-Landesversammlung in Unna waren rund 200 Teilnehmer gekommen.


Quelle:

DRK-Landesverband Westf.-Lippe
Presseinformation 49/2011
vom 26. 11. 2011