Überraschung im DRK-Ortsverband Bad Lippspringe
Rotes Kreuz in Bad Lippspringe bereits 125 Jahre alt

Bad Lippspringe: Ein Zeitungsartikel im WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT ließ vor wenigen Tagen den Bad Lippspringer DRK-Ortsverein schlagartig um 35 Jahre »altern«. Der Verein wollte zwar sein 90-jähriges Bestehen feiern, doch zum Auftakt der Feierlichkeiten am Wochenende wartete Vorsitzender Dr. Peter Brackmann mit der Überraschung auf.


Jürgen Reuter, Betreuer des DRK-Museum,
präsentiert stolz den Zeitungsausschnitt aus dem
Westfälischen Volksblatt des Jahres 1879,
der belegt, dass das DRK in Bad Lippspringe
seit 125 Jahren besteht.

Jürgen Reuter, Betreuer des DRK-Museum, war vor wenigen Tagen erst im Paderborner Stadtarchiv fündig geworden und hatte nach tagelanger Suche einen Zeitungsausschnitt vom 24. Dezember 1879 gefunden, wonach in Bad Lippspringe ein »Vaterländischer Frauenverein vom Roten Kreuz« bestand. Damit kann der Verein in zehn Jahren nicht sein 125-jähriges, sondern sein 135-jähriges Bestehen feiern. Ansonsten wird die Entdeckung zunächst nur Folgen für die Chronik haben.

Bislang lagen die Ursprünge des DRK noch etwas im Dunkeln. Bisher gab es nur ein Bild vom Vorabend des 1. Weltkrieges, das den Bad Lippspringer Frauenverein zeigte. Natürlich standen beide Dokumente im Mittelpunkt der Ausstellung der DRK-Geschichte in der Bad Lippspringer Kaiser-Karls-Trinkhalle, die am Wochenende gezeigt wurde. Rund um den Burgplatz präsentierte das Rote Kreuz (38 aktive Mitglieder und mehr als 1400 Förderer in Bad Lippspringe) natürlich auch der Öffentlichkeit seine Ausstattung und informierte über seine Aufgaben. Im Mittelpunkt stand dabei auch die im Aufbau befindliche Sondereinsatzgruppe (SEG) mit zehn Mann, die bei Großeinsätzen Rettungssanitäter und -helfer stellen wird. Mitglieder der Gruppe demonstrierten beispielsweise, wie ein vom Gerüst gestürzter Mann vor dem Transport in ein Krankenhaus erstversorgt wird. Auch für die Jugendrotkreuzgruppe als »Nachwuchs« für die SEG sucht der DRK-Ortsverein noch Jugendliche, die aktiv mitarbeiten möchten. Vorführungen beispielsweise einer Hundestaffel rundeten am Wochenende das Programm ab.

Räume für Museum werden gesucht
Eine weitere wichtige Zukunfts-Aufgabe ist außerdem der Aufbau des DRK-Museums, nachdem die Unterbringung im Dachgeschoss des Prinzenpalais' nicht klappte. Hier sucht der Verein noch Räumlichkeiten von bis zu 400 Quadratmetern, um seine 30 000 Exponate unterzubringen.